Blindleistungskosten sind vermeidbar!

Woher kommt der Blindstrom ?

Alle elektrische Geräte, die mit Wechsel- oder Drehstrom betrieben werden und auf elektromagnetischer Wirkung beruhen (z.Bsp. Motoren, Transformatoren, Induktionsöfen, Drosselspulen),benötigen zum Aufbau ihrer Magnetfelder zusätzlich Energie, die während des Feldabbaus zum Erzeuger zurückfliesst. Sie pendelt also ständig zwischen Erzeuger und Abnehmer hin und her, wird jedoch nicht verbraucht.Die Magnetisierung ist an der Umwandlung der Energie nur beteiligt, ihre Energie verwandelt sich aber nicht in Arbeit. Deshalb nennt man die erwähnte, pendelnde Leistung Blindleistung im Gegensatz zur produktiven Wirkleistung.Beide Leistungen, geometrisch addiert ergibt die Scheinleistung S, die sich aus dem vom Verbraucher aufgenommenen Strom I und seiner Spannung U errechnen- bei Drehstrom unter Berücksichtigung des Verkettungsfaktor 1.73.

Der Erzeuger muss die Scheinleistung bereithalten und übertragen! Das bedeutet, dass Generatoren, Umspanner Leistung usw. stärker bemessen werden müssen als wenn der Verbraucher nur Wirkleistung aufnehmen würde. Der hierdurch bedingte Mehraufwand an Anlagekosten und die zusätzlichen Verluste haben die EVU gezwungen, vom Stromabnehmer für die Wirkleistung und für die Blindleistung Geld zu fordern.

Auch im Interesse des Strom Abnehmers liegt es also seinen Blindleistungsverbrauch herabzusetzen.

Es besteht nun die Möglichkeit, die zwischen Erzeuger und Verbraucher pendelnde Blindleistung dort zu erzeugen, wo sie benötigt wird: man stellt möglichst nahe am Blindleistungsverbraucher einen Energiespeicher auf, einen Kondensator. Er vermag elektrische Energie gerade zu dem Zeitpunkt zu speichern, an dem diese vom Verbraucher zum Erzeuger zurückströmen will  und er liefert die Energie an den Verbraucher zum Erzeuger zurückströmen will und er liefert die Energie an den Verbraucher zurück, wenn dieser sein Magnetfeld wieder aufbaut. Die Leistung eines Kondensators und seine Fassungsvermögen können so bemessen werden, dass die gesamte vom Verbraucher benötigte Blindleistung gespeichert wird. Man spricht dann von einer vollständigen Blindleistungs-Kompensation. Jetzt liefert nicht mehr das EVU die Blindleistung und berechnet sie natürlich auch nicht.

 

Kompensationsarten

Jedem Verbraucher (z.Bsp. Motor) wird ein Kondensator unmittelbar zugeordnet und gegebenenfalls gleichzeitig geschaltet. Diese Art von Kompensation hat den Vorteil, dass die Blindleistung unmittelbar am Verbraucher zur Verfügung steht und so die Zuleitung entlastet werden.